Obstsortenausstellung und Obstsortenbestimmung

19.09.2009 - Obstsortenausstellung und Obstsortenbestimmung

In unserem Garten an der Heilbronner Straße veranstalteten die Fachwartvereinigung Heilbronn e.V. und der Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft Heilbronn e.V. am 19. September 2009 eine Obstsortenausstellung mit Obstsortenbestimmung durch den Pomologen Markus Zehnder.

Ab 10.00 Uhr wurden viele alte und neue Apfel- und Birnensorten gezeigt. Makellose Früchte aus dem Versuchsgut Heuchlingen der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg (LVWO) und unbehandeltes Obst aus Streuobstwiesen der Umgebung wurden mit einer kurzen Sortenbeschreibung präsentiert und fanden lebhaftes Interesse bei den Besuchern.

Dank der trockenen Witterung konnten wir unser ganzes Gelände nutzen. Eine kleine Ausstellung von Obst- und Beerengehölzen in unterschiedlichen Erziehungsformen fand genügend Platz auf der weitläufigen „Wiese“ (unser gemulchter Gründünger). Klaus Ogger und Uwe Genzwürker vom Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Heilbronn stellten Möglichkeiten zur Obstverwertung, wie z.B. das Dörren von Obst und Geräte zur Saftgewinnung und Lagerung vor und gaben Informationen zum Streuobstanbau.

Nach dem Mahlen mit einer Handmühle wurde mit einer kleinen Presse aus frischem Obst Apfelsaft gepresst und zum Verkosten ausgeschenkt.
Ergänzend gab es einen schön präsentierten Büchertisch mit Fachbüchern rund ums Thema Obst und Garten.
Schautafeln und Info-Broschüren des Landesverbands und Infos über die Ausbildung zum Fachwart für Obst und Garten rundeten das Programm ab.
Ein Plan unseres Lehrgartens fand auch reges Interesse bei den Besuchern und gab immer wieder Anlass für ein Gespräch.

Von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr bestimmte der Pomologe Markus Zehnder von den Besuchern mitgebrachte Birnen- und Apfelsorten. Mehr als 100 verschiedene Sorten wurden an diesem Nachmittag zur Bestimmung vorgelegt. Besucher kamen aus dem gesamten Landkreis Heilbronn, um Obst bestimmen zu lassen. Oftmals wurden Streuobstwiesen oder Obstgärten geerbt oder gekauft, für die dort wachsenden Bäume ist aber keine Sortenliste vorhanden.

Bei manchen Früchten war es dem Pomologen gleich vom äußeren Eindruck her klar, um welche Sorte es sich handelt, bei anderen half erst ein Geschmackstest weiter. Ganz besonders vorsichtig war er beim Verkosten vorgelegter Birnen, da hier doch ab und zu Mostobst dabei war. Eine respektable Anzahl von Sorten konnte der Experte bestimmen, bei einigen konnte er nur sagen, „diese Sorte kenne ich leider nicht“, andere Früchte nahm er mit und konnte den Besitzern mittlerweile zum großen Teil den Sortennamen mitteilen. Der Tisch der Sortenbestimmung war die ganze Zeit von Besuchern umringt, das Interesse an der Tätigkeit des Pomologen war groß.

Ein herzliches Dankeschön ergeht natürlich auch an unsere fleißigen Helfer vom OGV, die die Besucher bei bestem Festwetter bewirtet haben.